Ja, Panik!

Stadtleben | aus FALTER 12/11 vom 23.03.2011

Ein Ernstfall, der keiner ist: wie das japanische Erdbeben auch die Wiener Bevölkerung erschütterte

Angstprotokoll: Matthias Dusini, Birgit Wittstock

Ein grauer Wolkenteppich liegt über der Innenstadt. Der Autoverkehr rollt in gewohnter Dichte über den Ring, die Menschenmenge strömt Richtung Kärntner Straße. Nachdenklich betrachtet ein älterer Herr den Regentropfen auf seinem Handrücken: Ist das giftig?

Wien, eine Woche nachdem am 11. März in Japan der nukleare Notstand ausgerufen wurde. Eine Stadt ist zusammengezuckt. Stündlich berichtet der öffentliche Rundfunk über das Geschehen, die Zeitungen haben im Internet Liveticker eingerichtet. "Atom-Panik“, "Super-GAU nicht zu stoppen“, "Ich war am Todes-Reaktor“ lauten die Schlagzeilen der Boulevardzeitungen. Im Radio kommt eine aus Tokio heimkehrende Studentin zu Wort. Sie hat am Flughafen Schwechat einen Strahlendetektor passiert, der dort von einem eilfertigen niederösterreichischen Landesbeamten aufgestellt worden war.

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