Einige Tipps, was man derzeit besser nicht machen sollte.

Stadtleben | aus FALTER 12/11 vom 23.03.2011

Elf Tage nach dem Unglück im Atomkraftwerk Fukushima wurden im Trinkwasser und in Lebensmitteln Spuren von radioaktivem Jod sowie Cäsium gemessen - in Japan. Wien liegt 8986 Kilometer von dem Störfallort entfernt, daher muss man hier keine Sicherheitsmaßnahmen treffen. Das Strahlenfrühwarnsystem würde Alarm geben, sollte es zu einer erhöhten Strahlenbelastung kommen. Kinder können also bedenkenlos im Freien spielen, das Gemüse vom Biobauern ist kerngesund.

Kaliumjodid-Tabletten verhindern die Aufnahme von radioaktivem Jod durch die Schilddrüse; so verringert man das Risiko, an Krebs zu erkranken. Aber nur dann, wenn es auch tatsächlich eine radioaktive Verseuchung gibt. Und wieder gilt: In Fukushima ja, in Wien nein. Daher verkaufen die Apotheken keine Kaliumjodidtabletten mehr.

Sie müssen also keine Tabletten kaufen, schon gar nicht, wenn Sie über 40 Jahre alt sind. Ein allfälliger Schilddrüsenkrebs tritt nämlich erst einige Jahrzehnten nach einer Kontamination auf. Sie würden das nicht mehr erleben. Sparen Sie sich auch das Geld für einen Geigerzähler: Wo eine normale Strahlung, da nur ein ungefährliches Krrrrrr. Verschrecken Sie auch nicht Ihre Kleinen mit Atemschutzmasken und Zeitungsfotos von Kindern, die durch Ruinen irren. Ist es riskant, zum Japaner essen zu gehen? Grüner Tee, Reiswein, Shiitake-Pilze und Sushi-Reis werden von den Zollbehörden kontrolliert. Außerdem liegen die meisten Lebensmittelfirmen Hunderte Kilometer weit vom Unglücksgebiet in der westlichen Landeshälfte Japans.

Verlässliche Informationen liefert die Teletext-Seite 623. Hier werden die Werte von 96 Messstellen angeführt. MD

Was passiert in einem Atomkraftwerk?

Führungen im Technischen Museum Wien

23.3.2011 um 14.30 Uhr, 24.3. um 9.00

und 16.00 Uhr,

26.3. um 13.30 Uhr

Info:


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