Mobilität

Zurückbleiben: Zug fährt durch

S-Bahn-Station Lobau

Stadtleben | aus FALTER 12/11 vom 23.03.2011

Bericht: Birgit Wittstock

Es ist ein verregneter Nachmittag. Thomas Leopold, Systemingenieur für Flugsicherungsanlagen, Student und Sprecher der Bürgerinitiative "S80 Lobau“, sucht Unterschlupf im provisorischen Wartehäuschen. Der böige Wind peitscht ihm die Tropfen ins Gesicht. Im 5-Minuten-Takt donnern Züge vorbei: kurze Personenzüge, scheinbar nicht enden wollende Güterzüge, beladen mit Pkw, und viele Waggons langer Personenzüge. Nicht einer, der in der Lobau hält.

Die kleine, heruntergekommene Station mitten im Nirgendwo, eingekesselt von der Au auf der einen, einer Siedlung auf der anderen Seite, ist seit Monaten Anlass für Streit: Mit der Eröffnung der rund zwei Kilometer entfernten U2-Station Stadlau im Oktober vergangenen Jahres, habe sie ihre Existenzberechtigung verloren und soll geschleift werden. Zumindest, wenn es nach den Plänen der ÖBB geht. Die Anrainer protestieren: Der Fußweg zur U2-Station sei unbefestigt und vor allem im Herbst und Winter schwer zu begehen,


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