Ei und Hering, wie gewohnt

Stadtleben | aus FALTER 12/11 vom 23.03.2011

Zwei Gerichte, die Sie nicht kochen werden, weil Sie sowieso immer nur das Gleiche kochen

Gerichtsbericht: Werner Meisinger

Heute möchte ich über die Macht der Gewohnheit schreiben. Diese dominiert das Leben, was oftmals gar nicht gut ist. Bei der Vererbung zum Beispiel. Wenn es da nicht die Ausnahmen von der Regel gäbe, säßen wir immer noch auf den Bäumen.

Auch die aktuellen Prozesse am Südrand des Mittelmeers sind ein eindrucksvolles Beispiel für die Macht und zweifelhafte Wirkung der Gewohnheit. Die Weltmächte agieren nach dem bekannten Muster: schützen, stützen, ausnutzen, wegputzen. Nur dass der Nutzen der Regime verschieden groß ist und der Putztrupp mehr oder weniger Flugkörper in Marsch bringen muss. Man könnte auch über die Schädlichkeit eingefahrener Sexualgewohnheiten nachdenken. An dieser Stelle aber besser über Kochgewohnheiten.

Oberflächlich berechnet, habe ich bis zu diesem Tag etwa 6000 Kochrezepte von an die hundert Köchen veröffentlicht. Weil andere noch


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