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Jewish Film noir: "Address Unknown“

Lexikon | aus FALTER 13/11 vom 30.03.2011

Eine frei nach Vincent Brooks schlampigem Buch "Driven to Darkness“ über "Jewish Emigré Directors and the Rise of Film noir“ kuratierte Filmreihe, deren singulärer Höhepunkt eine Wiederaufführung von "Address Unknown“ aus dem Jahre 1944 ist. William Cameron Menzies inszenierte die Geschichte eines deutsch-amerikanischen Galeristen (Paul Lukas), der in seine alte Heimat, nach Deutschland, zurückkehrt, dort zum glühenden Anhänger des neuen Regimes konvertiert und diesem zum Entsetzen seines Sohnes (Peter van Eyck) die Familie seines jüdischen Geschäftspartners (Morris Carnovsky) ans Messer liefert. Einer der subtileren Anti-Nazi-Filme Hollywoods. Für die harten Schlagschatten sorgte Kameramann Rudolph Maté, für die disharmonischen Akkorde ein Klassiker der Moderne: Ernst Toch. - Einführung von Klaus Davidowicz und Frank Stern. MO

Im Metro-Kino, So 19.30 u. Mi 18.30 (OF)


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