Kunst Kritik

Vom Kampf des Bildes mit sich selbst

Steiermark | aus FALTER 13/11 vom 30.03.2011

Mit Acrylfarbe und Polyurethanschaum richtet Michael Maier seine Bildmotive zu. Was einmal im hochglänzend glatten Format als Werbeträger, etwa als "SuperModel Milka“ seinen Dienst tat, verfällt damit dem expressiv-eruptiven Ausdruck eines Künstlerselbst, wird "emotional und physisch“ eins mit ihm. Der denkbar respektlose, sich leidenschaftlich gegen jede Versöhnung zwischen Bild und diesem unterstellter Sofalandschaft stemmende Vorgang macht auch vor Michelangelos Delphischer Sybille nicht Halt, die nun, erschöpfend erschrocken vor sich selbst, auf einer ungrundierten Faserplatte am Zerfließen ist. "Selbst in der sixtinischen Kapelle“ - oder gerade dort - ist ja mit maßlos Schrecklichem zu rechnen. UT

Galerie Leonhard, bis 10. 4.


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