Das große Sparen zu Lasten der Jungen

Falter & Meinung | aus FALTER 13/11 vom 30.03.2011

Der EU-Schutzschirm begrenzt die Staatsschuldenkrise; die Krise der Jugendarbeitslosigkeit wird verdrängt

Kommentar: Markus Marterbauer

Die Europäische Union kommt in der Bewältigung der Staatsschuldenkrise Schritt für Schritt voran: Der Bankrott Griechenlands wurde im Mai 2010 noch mit bilateralen Krediten verhindert, jener Irlands im Herbst 2010 mit dem neu geschaffenen Schutzschirm, auf ihrem jüngsten Gipfel gründeten die Regierungschefs einen permanenten Europäischen Stabilisierungsmechanismus ESM, der ab dem Jahr 2013 wirksam wird.

Das Grundprinzip aller Maßnahmen ist gleich: Die Solidargemeinschaft der EU gewährt jenen Mitgliedsländern, die von Banken, Versicherungen und Investmentfonds nur noch Geld zu halsabschneiderischen Konditionen bekommen, Kredite zu einem Zinssatz von fünf bis sechs Prozent und verlangt dafür gleichzeitig straffe Maßnahmen der Budgetsanierung. Die EU besorgt sich die Mittel derzeit zu einem Zinssatz von knapp vier Prozent auf dem Finanzmarkt.

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