Wenn Bankrotteure bomben

Politik | aus FALTER 13/11 vom 30.03.2011

Gegen wen sollte man Krieg führen, wenn nicht gegen Gaddafi? Doch hinter dem Interventionseifer verbirgt sich der Versuch, die Kriege des Westens reinzuwaschen

Analyse: Ulrich Ladurner

Der Westen führt wieder Krieg, den fünften in weniger als 14 Jahren. Da war Bosnien 1996, der Kosovo 1999, Afghanistan 2001, der Irak 2003 und nun Libyen. Kein Diktator der Welt führt so viele Kriege, wie Demokratien es derzeit tun. Kein Böser bombt so viel wie die Guten. Woher kommt das bloß?

Die Welt ist voll schlimmer Despoten, sagen die Interventionisten. Und wir wollen in einer besseren Welt leben. Das ist ein ehrenwerter Gedanke. Doch zu Ende gedacht, führt er in einen permanenten Kriegszustand. Denn die üblen Machthaber werden auf dieser Welt nicht so schnell aussterben. Die Frage, was denn nun ein Menschenschinder im Staatsgewand sei, kann ganz unterschiedlich beantwortet werden. Nicht die Grausamkeiten, die einer begeht, sondern die Umstände und die Zeit machen jemanden zu einem Diktator, den


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