Nachgesehen  

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Politik | Ruth Eisenreich | aus FALTER 13/11 vom 30.03.2011

Der Hausmeister heißt jetzt Hausbetreuer: Bisher gibt es nur acht

Wenn Robert Ramadanoski morgens in die Arbeit will, muss er nur vor die Wohnungstür treten. Seit Herbst ist er der "Hausbetreuer“ des Simmeringer Gemeindebaus, in dem er seit zwölf Jahren wohnt. Bei der Volksbefragung 2010 stimmten 84 Prozent der Teilnehmer für die Wiedereinführung der Hausbesorger. Im Wiener Wahlkampf warb die SPÖ massiv damit. Weil aber ohne Änderung des Bundesgesetzes kein Hausbesorger neu eingestellt werden kann, schuf die Stadt Wien den Hausbetreuer. Er hat keine Dienstwohnung, dafür fixe Arbeitszeiten und eine Einschulung - auch in Kommunikation und Konfliktmanagement. Das dabei Gelernte hat Ramadanoski noch nicht gebraucht: "Bis jetzt sind die Mieter sehr friedlich“, sagt er. Erst acht Hausbetreuer haben bisher ihren Job angetreten. Bewerber gibt es genug, sagt Eva Zoufal von Wiener Wohnen, doch die Zuteilung zu den Gemeindebauten ist nicht einfach: Der Hausbetreuer muss im Umkreis von 300 Metern wohnen.


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