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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 13/11 vom 30.03.2011

Ein Parteistratege erklärt sein Geschäft: "Bei allen Tätigkeiten würden die nach außen gerichteten Inhalte ständig auf einer Meta-Ebene mit den Wertehaltungen, dem Menschen- und Gesellschaftsbild der Zielgruppe abgeglichen und Themen so aufbereitet, dass eine starke emotionale Bindung entsteht.“ So stand es am Wochenende in einem Schwerpunkt zu Parteistrategien der Wiener Zeitung. Darauf folge ein gründliches "Finetuning“ in sozialen Netzwerken wie Facebook. Was könnte das Ergebnis einer so umfassenden intellektuellen Anstrengung sein? "Pummerin statt Muezzin“ und "Daham statt Islam“. Zumindest erklärt das Blatt so die FPÖ-Kampagnen. Deren Mastermind Herbert Kickl verriet der offiziellen Zeitung der Republik Österreich ein weiteres Geheimnis aus der blauen Trickkiste: "Schauen, was die anderen machen.“ So einfach geht’s also. Auch die Wiener Zeitung fand etwas heraus: "Laut Experten sind alle Politiker geschult.“ Und: "Nicht jede Strategie führt zum Erfolg.“ Wer hätte das gedacht?


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