Aus für das Arthaus?

Feuilleton | aus FALTER 13/11 vom 30.03.2011

Als gäb’s nicht genug Probleme: Für die Programmkinos ist die teure Umrüstung auf die digitale Technologie eine Überlebensnotwendigkeit

Bestandsaufnahme: Michael Omasta

Ne, ne, ist okay, ich bin eh schon deprimiert.“ Da musste Hans-Christian Schmid am Ende doch noch lachen. Es war das insgesamt vierte Gespräch, das der Falter im Sommer 2010 mit dem deutschen Filmemacher führte, die Stimmung im Gegensatz zu den vorangegangenen Interviews war vergleichsweise gedämpft. "Sturm“, Schmidts aktuelle Arbeit, hatte an der Kinokasse enttäuscht: In Deutschland hatten ihn 42.000, in Österreich gar nur 3000 zahlende Zuseher gesehen.

Während der letzten anderthalb Dekaden galt Hans-Christian Schmid mit Filmen wie "23“ oder "Requiem“ als Deutschlands verlässlichster Arthaus-Regisseur. Doch zuletzt haben sich die Qualitätskriterien auf diesem heiß umkämpften Kinosegment so weit verschoben, dass sich 2009 etwa das Kriegsepos "Valkyrie“ mit Tom Cruise, unlustige Kabarettfilme wie "Salami

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