Smoke on the Water

Feuilleton | aus FALTER 13/11 vom 30.03.2011

Der russische Maritimist Iwan Aiwasowski soll 6000 Bilder gemalt haben. Einige sind jetzt in Wien zu sehen

Logbuch: Erich Klein

Der Maler Rudolf von Alt hatte vermutlich in allem Recht, als er im Sommer 1863 aus der Zarenresidenz Livadia einen bissigen Brief nach Wien schrieb: Er sei begeistert über die exotische Landschaft der Krim, allein die Hoffnung, seine Aquarelle an den Zaren zu verkaufen, scheiterten an der "ungeheuerlichen Korruption“ eines Konkurrenten:

"Gestern kam auch der in ganz Russland berühmte Maler Eubasofksy (sic!) aus Theodosia hier an, ebenfalls seine Oehlbilder dem Kaiser heute vorzuweisen. Vor dem kam er zu mir, mir eine Visite machen und mir seine Sachen zu zeigen. - Sonnenauf- und Untergang - Mond- und Meerschimmer etc. etc. alles was knallt sah ich da - ganz das Gegenteil von meinen Sachen - und Dutzendarbeit - aber er hat vier Orden anhängen.“

Der damals 46-jährige Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski (1817-1900), vielleicht der größte Maritimist aller Zeiten,


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