Die Musik war meine Chance“

Feuilleton | aus FALTER 13/11 vom 30.03.2011

Die unglaubliche Geschichte von Mamadou Diabate, der Grenzen aller Art gleich reihenweise überwunden hat

Porträt: Carsten Fastner

Es gibt diese Floskel von der Musik, die Grenzen überwindet, und manchmal wird sie so wörtlich wahr, dass man es kaum glauben möchte. Die unglaubliche Geschichte von Mamadou Diabate ist so ein Fall.

In ihr werden reihenweise Grenzen aller Art überwunden, familiäre und soziale, hierarchische und staatliche, auch solche zwischen zwei Kontinenten, zwei Welten. In dieser Geschichte werden mentale Fesseln gesprengt und Bildungshorizonte erweitert; es verschwimmt die Grenze zwischen Leben und Kunst; und natürlich werden musikalische Schranken überwunden - so unpeinlich, so gekonnt, ja elegant, dass man auch das kaum glauben möchte.

All das von einem Mann, der, wäre alles seinen geregelten Gang gegangen, heute ein Leben als geachteter Musiker führen würde, im Dorf Torosso in Burkina Faso, mitten im Nichts der westafrikanischen Savanne. Dort würde er nach alter

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