7 Sachen die Sie über das Hundstrümmerl eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 13/11 vom 30.03.2011

Was ist das Problem ?

In Wien leben und verdauen 50.000 registrierte Hunde; dazu kommen etwa 100.000 Vierbeiner ohne Steuermarke.

Ist Wien eine Kommune der Tierliebe?

Ja, aber auch "ein Hundeklo“, wie der Städteführer Loneley Planet schreibt.

Aber es hat doch nicht jeder einen Hund.

Stimmt. Und daher gab es 2007 eine Unterschriftenkampagne, an der sich rund 160.000 Wiener beteiligten. Besonders angepisst sind die Eltern, die an den Sohlen ihrer Kinder herumkratzen müssen. Auch in den Sandkisten ist die gemischte Nutzung nicht beliebt.

Hat’s was gebracht?

Die Umweltstadträtin Ulli Sima (siehe auch S. 22) ließ 17.000 Schildchen in die Grünflächen stecken, auf denen das Sackerl fürs Gackerl empfohlen wird. Die waren schnell weg, angeblich, weil sie so lustig waren. "Sind dir 36 Euro Wurst?“

Wo kein Richter, da kein Kläger.

Das ist ungerecht: Sogenannte Wastewatcher können säumige Hundehalter mit einer Strafe von 36 Euro belegen, im Wiederholungsfall kostet die Verschmutzung ein Mehrfaches. Laut Rathausstatistik wandern täglich rund 47.200 gefüllte Hundekotsackerln in Wiens Papierkörbe.

Das ist doch Wahnsinn!

Unbewusst äußere der Verschmutzer eine sadistische Lust an der Zerstörung. Der Saubermann dagegen signalisiert die totale Kontrolle über alles Materielle. Er wiederholt das Zurückhalten der Fäzes im Babyalter. Der Hund ist dabei nur das Medium.

Und was sagt die Religion dazu?

Der Reformator Johannes Calvin verhielt sich vorbildlich: "Wie durch einen plötzlichen Lichtstrahl erkannte ich, in welchem Schmutz ich mich befunden hatte.“


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