Was fährt denn da?  

Der Easy Rider made in Ottakring

Velomobil

Stadtleben | aus FALTER 13/11 vom 30.03.2011

Bericht: Birgit Wittstock

Thomas Seide spricht so schnell und viel, dass es einem schwerfällt, seinen Gedanken zu folgen. Von Karbon ist die Rede, von Flugzeuglack, Innen- und Außenpulverisierung, von der 100-Watt-Wärmeabstrahlung, die Menschen, die sich bewegen, erzeugen. Zwischendurch schimpft er über die Rechten, die Altnazis in Österreich, über Umweltverschmutzung und die Autofahrer.

Es ist ein sonniger Nachmittag, und Seide schiebt soeben eines seiner Meisterwerke auf die staubige Schotterstraße vor seinem Haus: ein rotes Velomobil - der Ferrari unter seinen von Hand gefertigten "Human Powered Vehicles“. Die Lackierung des tropfenförmigen, futuristisch anmutenden Gefährts glänzt in der Sonne. Es erinnert an die Fahrzeuge aus Science-Fiction-Filmen der 70er-Jahre.

Das kleine Sichtfenster, die aerodynamisch geformte Karosserie - gerade einmal groß genug, um einen liegenden Menschen zu ummanteln: Es würde nicht weiter verwundern, würde es mit Überschallgeschwindigkeit abheben


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