Die Steiermark ist frei?

Steiermark | aus FALTER 13/11 vom 30.03.2011

Kommen wir wirklich ohne Atomstrom aus? Eine Spurensuche im Stromnetz Europas

Recherche: Markus Guldenschuh, Anja Reiter

Während die Welt fassungslos nach Japan blickt, fühlt sich die Energie Steiermark bestätigt. Man habe es immer schon gewusst: Die Zukunft gehöre den erneuerbaren Energien, daher setze man auf Wasser- statt Atomkraft. "Wir liefern unseren Kunden hundertprozentig atomstromfreie Energie“, versicherte Estag-Vorstandssprecher Oswin Kois jüngst bei der Bilanzpressekonferenz. Und nutzte einmal mehr die Gelegenheit, die geplanten Stau-Wasserkraftwerke an der Mur zu propagieren.

Ist diesen Versprechungen zu trauen? Wie kann man Atomstrom von heimischem Öko-Strom unterscheiden? Und kann ein Energieanbieter überhaupt garantieren, dass er ausschließlich Strom aus erneuerbarer Energie liefert? Der Falter hat sich auf Spurensuche im europäischen Stromnetz begeben.

So viel vorweg: Wo der Strom, der aus der Steckdose kommt, produziert wurde, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.


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