Fragen Sie Frau Andrea

Zwischen leiwand und gebacken

Kolumnen, FALTER 13/11 vom 30.03.2011

Andrea Maria Dusl beantwortet knifflige Fragen der Leserschaft

Liebe Frau Andrea,

bei der schultäglichen Nutzung der Schnellbahn begegnen meinem Sohn Begriffe, die ich längst im linguistischen Fossilienkabinett wähnte. Zum Beispiel: Auf der Skala der Qualitätskriterien platziert der Wiener Dialekt zwischen den Amplituden "leiwand“ und "gschissn“ bekanntlich "passt“ und "bochn“. Nun quälte schon mich zu meiner Schulzeit die Frage: Was - wenn überhaupt - wird da gebacken? Und warum ist das eher gschissn?

Oliver Lehmann, Landstraße,

per Gesichtsbuchdirektnachricht

Lieber Oliver,

bei der Erörterung wienerischer Qualitätsbegriffe begeben wir uns auf schwankendes Parkett. "Leiwand“, die Bezeichnung für das Gute, Lobenswerte, Angenehme kommt je nach etymologischer Schulmeinung entweder von der Lei(n)wand, einem außerordentlich beständigen, mit hoher Qualität identifizierten Textil, oder vom französischen lévant, aufgehend, erhebend, wie es auch im Begriff Levante für den Orient

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