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Wenn Wut fast wehtut: Leben in der Fremde

Lexikon | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Marianna Salzmann, geboren in Wolgograd, lebt seit 1995 in Deutschland. Ihr Stück "Weißbrotmusik“ wurde voriges Jahr von den Wiener Wortstaetten erstaufgeführt; jetzt wird Hans Eschers Inszenierung wieder aufgenommen. Die Darsteller kleben wie Noten und in wechselnder Abfolge auf drei "Linien“. Ihren Text sprechen sie so wütend gegen das Publikum, dass es manchmal fast körperlich wehtut. Keine Frage, ihre Wut ist begründet, ist das Leben der drei befreundeten Jugendlichen doch vom "Fremdsein“ bestimmt. Nur Aron hat es ein bisschen besser, er ist "nur“ Jude. Das Thema könnte aktueller nicht sein. Die aggressive Mischung aus persönlichem Drama und unpersönlicher Präsentation muss man allerdings mögen. BH

Theater Nestroyhof Hamakom, Fr, Di-Do 20.00


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