Musiktheater  Kritik

Leider nur großes Hörtheater: "Anna Bolena“

Lexikon | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Standardposen an der Rampe, dargebracht in historischen Kostümen und vor pragmatisch karger Architektur: In Eric Génovèses statisch flacher Regie wurde Gaetano Donizettis "Anna Bolena“ an der Staatsoper doch nur zum viel zitierten Sängerfest, nicht zum ganz großen Opernabend. Anna Netrebko (zunehmend intensiv) und Elina Garanca (etwas kühler) dominierten die Bühne, und anders als Ildebrando D’Arcangelo und Francesco Meli stand die agile Elisabeth Kulman den Diven in nichts nach. Großes Hörtheater also (Dirigent: Evelino Pidò), wie es in dieser Prominenz wohl nur ein Opernhaus auf die Beine stellen kann - aber hart an der Grenze zum kostümierten Konzert. Gar so ein-dimensional muss nicht einmal Belcanto sein. CF

Staatsoper, Fr, Mo, Do 19.00


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