Ein ganzes Wochenende für die schönen Künste

Steiermark | Herwig G. Höller | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Die traditionellen Grazer Galerientage steigen zum elften Mal

Der Countdown für Graz 2003 lief, und die lokale Galerienszene wollte ihr Scherflein zur Aufbruchstimmung beitragen. Das Resultat war ein dicht gedrängtes Frühlingswochenende voller Ausstellungseröffnungen, das seit 2001 steigt und sich "aktuelle kunst in graz" nennt.

25 Stationen stehen heuer am Parcours der feinen Leistungsschau - neben bereits eröffneten Ausstellungen zeichnet sich dieses Kunstwochenende dabei durch zahlreiche Vernissagen aus. Gleich zum Auftakt am Freitag im Artelier Contemporary in der Griesgasse hat etwa Kuratorin Elisabeth Fiedler eine kleine Schau konzipiert, in der an den 2005 verstorbenen Jörg schlick erinnert wird. Der auch international umtriebige Grazer Künstler hätte heuer seinen sechzigsten Geburtstag gefeiert. Weiter geht es in die Camera Austria, in der prominente Künstler wie Martin Beck, sabine Bitter/ helmut weber und sanja ivekoviæ sich mit der Unrepräsentierbarkeit von Gemeinschaft beschäftigen. Weiter könnte es in das Forum Stadtpark zu einer Doppelschau von Franz amann und Misha stroj gehen. Oder zu Rhizom, zu einer großen österreichischnicaraguanischen Ausstellung.

Am Samstag geht es dann flott weiter. Im ESC im Labor startet ein Symposium, das sich mit Zeitkontrollsystemen beschäftigen wird. Günter eichberger wird in der Galerie Grazy lesen, Fritz Panzer und Ferdinand Penker eröffnen in der Galerie Glacis. Von da aus schon fast in Wurfweite: Das "aktuelle kunst"-Konzert im Forum Stadtpark - es spielt die Elektronikmusikerin Karin Fisslthaler alias Cherry Sunkist. Für den beschwingten Abschluss sorgen DJs. Und für alle, die rechtzeitig schlafen gehen: Auch am Tag des Herren stehen alle Galerien weit offen.

25 Galerien, Fr 18.00-23.00, Sa 11.00-19.00, So 11.00-17.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige