Kolumne  

Die westliche Allianz legt in Afrika zweierlei Maß an

Außenpolitik

Franz Kössler | Falter & Meinung | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Manchmal hilft es bei der Einschätzung einer Krise, sie aus einer ungewohnten Perspektive zu betrachten: die Krise in Libyen von Zentralafrika aus gesehen. In keinem anderen schwarzafrikanischen Land werden die Ereignisse im Norden des Kontinents so aufmerksam verfolgt wie in Uganda, wo die Präsenz Gaddafis überall sichtbar ist. In der Hauptstadt Kampala gibt es eine Gaddafi-Straße, die Tropical Bank, eine der großen Banken des Landes, ist in libyschem Besitz, ebenso das luxuriöse Kolonialhotel Lake Victoria in Entebbe.

Eine Stammeskönigin Ugandas, eine Funktion ohne politisches Gewicht, steht im Ruf, eine Geliebte Gaddafis zu sein - er hat ihr einen pompösen Palast finanziert. Die größte Moschee des Landes wurde mit libyschem Geld erbaut und trägt den Namen Gaddafis. Der libysche Führer übt starken Einfluss auf die islamische Gemeinde aus - 15 Prozent der mehrheitlich christlichen Bevölkerung.

Der Krieg im Norden Afrikas beherrscht die Titel der Zeitungen, die Leute auf der

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