"Wow! Das will ich auch machen!“

Politik | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Vor zehn Jahren haben 200 Österreicher Patenschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge übernommen. Was wurde daraus? Einer Erfolgsstory

Bericht: Ruth Eisenreich

An den Schafskäse erinnert sich Hannes Dangl noch genau: "Da machst du das Einlegeglas auf, und es riecht nach Tier“. Constantin Ivanescu (Name geändert), der moldawische Patensohn der Familie Dangl, hatte den Käse von seinen Eltern geschickt bekommen und bei einem Ausflug stolz präsentiert. "Wir sind am Laaerberg gesessen, mit Blick Richtung Schwechat“, erinnert sich Sabine König-Dangl, "und da hat Constantin von seiner Flucht erzählt, bei der er die Raffinerie zum ersten Mal gesehen hat“.

Constantin Ivanescu war im Frühling 2002 wegen der bitteren Armut aus seinem Heimatland Moldawien geflohen. Schlepper brachten ihn nach Bratislava, von dort marschierte er ziellos zu Fuß weiter und landete in Österreich. Da war er gerade einmal 15 Jahre alt. Er suchte um Asyl an, landete in einem Krisenzentrum für Jugendliche,

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