Supernackt: der Fall Eurofighter und die Justiz

Politik | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Polit-Werber und Generäle kassierten Millionen beim Eurofighter-Deal. Die Justiz interessiert sich nicht für die Spur des Geldes

Bericht: Florian Klenk

Die Frau von Airchief Erich Wolf zum Beispiel: Sie erhielt 87.600 Euro. Erhard Steininger, ein Waffenlobbyist der Firma Eurofighter, verbucht es bei sich als "Anzahlung“. Schmiergeld? Frau Wolfs Gatte sprach von einem harmlosen "Darlehen“, und die Justiz glaubt es ihm. Nur das Heer schickte ihn sanft in Pension.

Denn Airchief Wolf hatte zuvor im Verteidigungsministerium für das teure Fluggerät lobbyiert, obwohl es nach Meinung von höchsten Generälen auch billigeres aus Schweden gegeben hätte. Wolf war aber richtig begeistert von den Jets, sie fühlten sich an, sagte er einmal, "als ob dir ein Pferd auf die Brust springen würde“.

Ein Spruch, den der Werber Gernot Rumpold kreiert haben könnte. Haiders ehemaliger "Mann fürs Grobe“, kassierte mit seiner Gattin 6,4 Millionen "Werbehonorar“ vom Rüstungskonzern EADS.

96.000 Euro


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige