Nachgesehen  

Politik | Stefan Apfl | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Wie Ernst Strasser unwillentlich für mehr Transparenz wirbt

Für Michael Eisenrieglers Vorhaben kam der Skandal um Ernst Strasser so gelegen, dass man meinen könnte, er habe den Lobbyisten dafür bezahlt. "Der Fall hat drastisch gezeigt, wie wichtig die Transparenz bei Nebenbeschäftigungen von Politikern ist“, sagt Eisenriegler. Unter www.meinabgeordneter.at will der linke Social-Media-Experte die Beschäftigungen heimischer Parlamentarier offenlegen: jeden Nebenjob, jeden Aufsichtsratssitz, jedes Ehrenamt. So sollen Wähler beurteilen können, in wessen finanzieller und ideologischer Abhängigkeit ein Mandatar steht. Eisenriegler und andere Aktivisten von www.respekt.net, einer unabhängigen Plattform, die zivilgesellschaftliche Projekte bewirbt, sammeln das nötige Geld für die Initiative: Wenn 22.000 Euro zusammengekommen sind - die kalkulierte Summe, um die Homepage aufzusetzen, Fakten zu recherchieren und laufend zu aktualisieren -, geht es los. Dank Strassers Hilfe stieg der Kontostand bereits auf 6000 Euro.


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