Technik 

Eine Kompaktkamera für den Extremdeppen

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Prüfbericht: Thomas Vasek

Fotografieren kann bekanntlich jeder Depp. Irgendwie zumindest. Im Zweifel drückt man den Auslöser. Für diese Art Hobbyfotograf gab es früher die sogenannte Deppenkamera, heute tut es auch jedes bessere Smartphone. Und da jeder Depp sein Telefon immer dabei hat, ist es für Schnappschüsse eigentlich sogar besser geeignet. So gesehen könnten Deppenkamera-Hersteller ihre Produktion langsam einstellen. Oder sie lassen sich was Neues einfallen. Zum Beispiel die Kompaktkamera für Extremdeppen, geeignet für Lebenslagen vom Durch-die-Wüste-Robben bis zum Häuserkampf. Die TG-310 von Olympus (rund 200 Euro) ist kleiner und leichter als viele Smartphones - und deppensicher: Die Kamera aus der "Tough“-Reihe ist wasserdicht bis drei Meter Tiefe, man kann sie aus eineinhalb Metern fallen lassen, sie verträgt Temperaturen von minus zehn Grad. Dabei kann sie 14-Megapixel-Bilder aufnehmen - und zwar sogar aus zwei Perspektiven. Für widrige Bedingungen hat die TG-310 einen Bildstabilisator. Außerdem gibt es die Kamera in vielen Farben, wohl damit man sie leichter wiederfindet, falls man sie im Wüstensand oder ewigen Eis verliert. Mit 2,7 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 320 mal 240 Pixeln ist das Display eher mittelmäßig, aber wahrscheinlich dachte man sich bei Olympus: In der Steilwand fehlt sowieso die Zeit für den richtigen Bildausschnitt. Nachdenken kann schließlich jeder Depp.

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige