Publikumspatzer und Duell auf der Herzchirurgie

Feuilleton | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Ende vergangener Woche ging das Junge-Literatur-Festival "Wortspiele“ über die Bühne des Jazzclubs Porgy & Bess

Reportage: Klaus Nüchtern

W ie alt darf ein Jungliterat, eine Jungliteratin eigentlich werden? Geht es nach den "Wortspielen“, lautet die Antwort: 39. Der mittlerweile fünfte Auftritt bei diesem "Internationalen Festival junger Literatur“, den Michael StavariÈ vergangene Woche im Porgy & Bess absolvierte, wird also wohl sein letzter gewesen sein. Ist vielleicht auch besser so, wenn jemand als bereits zum "Inventar“ gehörig vorgestellt wird. Und in München, wo das Festival (in etwas anderer Besetzung) bereits drei Wochen zuvor Station gemacht hatte, konnte StavariÈ, der mit seinem jüngsten Roman "Brenntage“ angetreten war, immerhin den Tagessieg erringen.

Wien war diesmal kein Pflaster für Favoriten: Clemens Setz, frischgebackener Träger des Preises der Leipziger Buchmesse, lieferte zwar die bestellte Obertongesangsperformance, schaffte es am Samstag aber gerade

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