I bins ned

Feuilleton | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Der Wiener Musiker Stefan Sterzinger steht wieder einmal kurz vor dem Durchbruch

Porträt: Wolfgang Kralicek

Bei einem Konzert von Stefan Sterzinger muss man auf alles gefasst sein. Zum Beispiel kann es passieren, dass der Mann Udo Jürgens covert. Oder dass er dem Publikum den Applaus untersagt.

Ersteres ist nicht einmal sonderlich ironisch gemeint. Die Jürgens-Nummer "Es wird Nacht, Señorita“ findet Sterzinger schon deshalb gut, weil der Text so schmutzig ist. "So was gibt’s im Schlager ja eigentlich nicht. Der sagt einfach: Komm jetzt pudern, weil ich bin der Beste! Das ist doch fast schon Muddy Waters, oder?“

Das mit dem Applaus wiederum ist nicht die Regel. Im Hinterzimmer der schmuddeligen Arena Bar in der Margaretenstraße, wo Sterzinger gern auftritt, muss man aus schalltechnischen Gründen auf die Anrainer Rücksicht nehmen. Und vorigen Sommer, beim Schrammelklang-Festival in Litschau, hat Sterzinger den Applaus deshalb abgestellt, weil ihm der Festivaltrubel zu viel geworden


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