Völlig losgelöst von der Erde

Feuilleton | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Milchstraßenkunst in der Kunsthalle: Die Schau "Weltraum“ geht der Faszination für den Kosmos nach

Ausstellungsbesuch: Nicole Scheyerer

Der Titel "Die Theorie des Himmels“ glänzt in Goldprägung auf dem dunkelblauen Katalog. Der Künstler Björn Dahlem trägt ein T-Shirt mit Mondaufdruck. "Ich bin froh, dass ich kein Wissenschaftler bin“, meinte er letzte Woche in der Kerstin Engholm Galerie bei der Präsentation seines neuen Werkbands.

"Sputnik“, "Milchstraße“ oder "Planetenbaum“ lauten Titel darin abgebildeter Skulpturen, die in der Regel aus einfachem Bauhausmaterial gezimmert sind. Die Kunst des 1974 geborenen Münchners kreist monomanisch um Probleme der Astronomie, die seine Kunst modellhaft-poetisch aufgreift. "An der Beschäftigung mit dem All fasziniert mich die Ordnung und die Form der Materie“, erläutert der Sohn eines Physikers, der den Kosmos als "eine Art Seelenraum“ versteht.

An der Decke der Kunsthalle strahlt derzeit Dahlems Großplastik "Schwarzes Loch


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