Wie sich der Frosch zur Macht verhält

Stadtleben | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Der Germanist Bernd Hüppauf über den Frosch als perversen Teufel und Engel der Ökobewegung

Interview: Matthias Dusini

Öök…öök…öök“, schallt es aus den Teichen. Der Frühling und die Ökoeuphorie machen die Kröte zum Tier der Stunde. Die ersten warmen Tage sind die Zeit des fröhlichen Fröschefickens, das in Wien auf wenige Biotope beschränkt bleibt. Die Stadt Wien errichtete sogar eigene Tunnels, um die Lurche vor dem Tod im Straßenverkehr zu bewahren (siehe auch Kasten rechts). Pünktlich zur Froschlaichzeit legt der Berliner Germanist Bernd Hüppauf eine Kulturgeschichte des Frosches vor. Wir baten den emeritierten Professor ans Telefon.

Falter: Herr Hüppauf, was ist der Unterschied zwischen Frosch und Kröte?

Bernd Hüppauf: Die beiden sind biologisch beinahe identisch. Faktisch ist die Kröte ein bisschen runder, hat kürzere Hinterbeine und kann nicht so weit springen wie der Frosch. Auch haben Frösche im Allgemeinen keine Giftwarzen in der Haut.

Sie haben lange Zeit


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