"Ük, ük, ük - Runter von meinem Rücken!“ Eine Reportage über den Wiener Froschteich

Stadtleben | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Der Biologe Harald Gross berichtet von penislosen Männchen, die in ihrer sexuellen Gier die Weibchen unter Wasser drücken und sich an alles klammern, was über den Boden kriecht. Die Männchen lassen sich von den Weibchen zum Teich tragen und treten nach den Konkurrenten. Harald Gross intoniert den Befreiungsruf - "ük, ük, ük“ - irrtümlich umklammerter Kröten: "Ich bin doch ein Männchen.“

In sachlichem Ton erläutert er, wie das Weibchen die Eier in einer schnurförmigen, gallertartigen Masse ablaicht, auf die das Männchen dann sein Sperma spritzt. "Das ist die Kinderstube der Amphibien.“ Ohne eine Spur von Ekel fischen die versammelten Kinder Frösche und Kröten aus dem künstlich angelegten Teich, packen sie an den Hinterbeinen, so wie es der Biologe vorgeführt hat, setzen sie sich gegenseitig in den Nacken. Ein älterer Naturfreund nimmt einen Laubfrosch sogar in den Mund.

Im Auftrag der Magistratsabteilung 22, der Wiener Umweltschutzabteilung, hat Harald Gross in der


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