Neues für die Generation Umhängetasche

Stadtleben | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Das Schweizer Lkw-Planen-Unternehmen Freitag hat jetzt ein Geschäft in Wien - ist die Freitagtasche echt noch super?

Stilkritik: Christopher Wurmdobler

Knietief im Zitronengras“: Es ist nun auch schon wieder sieben Jahre her, dass der Falter mit dieser Titelzeile eine Geschichte ankündigte. Es ging um die Bobos, die bourgeoise Boheme, und Andrea Dusl hatte dafür eine Illustration gezeichnet. Sie zeigte eine Frau und einen Mann mit den damals gültigen Bobo-Artefakten: "Friends“-DVD-Boxen, Aperol-Spritz-Glas, David-Beckham-Frisur und Freitagtasche. Die Frau auf der Zeichnung war Kollegin Weissenberger, der Mann der Autor dieser Zeilen. Der Beckham-Irokese war falsch, die Freitagtasche echt.

Schon damals war die Schweizer Tasche aus einer alten, hauptsächlich roten Lkw-Plane nicht mehr regelmäßig im Gebrauch. Sie war noch nicht aus der Mode, und aufgrund ihrer Gestaltung - man konnte den Buchstaben "A“ erahnen - natürlich immer noch wahnsinnig individuell. Aber ganz Wien schien


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