Tour de France zum Anfassen

Stadtleben | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Der Radsport- und Dopingprofi Bernhard Kohl verkauft nun Fahrräder

Reportage: Christoph Heshmatpour

Er steht wirklich selbst im Geschäft. Betreten Kunden den "Bikepalast Kohl“, steht ihnen tatsächlich Bernhard Kohl in schwarzer Dienstkleidung gegenüber. Der Bernhard Kohl, den man aus dem Fernsehen kennt: hochgegelte Kurzhaarfrisur, markante Lippen. Ehemaliger österreichischer Radsport-Superstar, Bergkönig der Tour de France 2008, überführter und reuiger Dopingsünder - und jetzt Radgeschäftsbesitzer.

Dieser Laden an der Triester Straße, dort, wo Liesing in Autobahnschneisen, Gewerbegebiete und Industrieflächen ausfranst, der "Caesars Club“ mit "heißen Girls“ wirbt und die Badner Bahn gemächlich Richtung Süden zuckelt, ist sein neues Leben.

Zwar läuft Kohls eigentlich lebenslange Sperre wegen seines umfassenden Geständnisses nur bis Juli 2014, danach könnte er wieder Radrennen fahren, doch habe er mit dem Kapitel Profiradrennsport definitiv abgeschlossen, meint er. "Es

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