Peter gegen Peter

Steiermark | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Wie die Neue Galerie den neuen Zeiten weichen musste und das Joanneum in einen Medien-Super-GAU schlitterte

Bericht: Herwig G. Höller, Thomas Wolkinger

Ungewöhnlich kurzfristig lud das Joanneum, das zweitgrößte Museum Österreichs, am 11. April 2008 zu einer entscheidenden Pressekonferenz ins Grazer Palais Thinnfeld. Ungewöhnlich war auch die Stimmung im Raum. Joanneum-Intendant Peter Pakesch, Geschäftsführer Wolfgang Muchitsch, Neue Galerie-Chefin Christa Steinle und ihr Chefkurator Peter Weibel hatten sich eingefunden und machten einen glücklichen Eindruck. Das ist nicht die Regel, wenn sich Pakesch und Weibel im selben Raum aufhalten. In der Vergangenheit hatten sich die selbstbewussten Kulturmacher wiederholt harte Verbalgefechte geliefert. Vor allem seit die renommierte Neue Galerie im Jahr 2003 ihre Unabhängigkeit verlor und in das heutige Universalmuseum Joanneum eingegliedert wurde.

Doch an diesem Tag im April 2008 ist alles anders: Peter und Peter ziehen an einem Strang.


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