"Der Fisch stinkt vom Kopf bis hinten“

Steiermark | aus FALTER 14/11 vom 06.04.2011

Der Hypo Steiermark-Prozess endete mit acht Jahren Haft für Peter S. Wird auch der Ex-Vorstand angeklagt?

Gerichtsbericht: Gerlinde Pölsler

In seiner Urteilsverlesung lässt der Richter aufhorchen: "Ich bin draufgekommen“, resümiert Helmut Wlasak, "dass das Bankendeutsch nichts anderes ist als eine Sprache der organisierten Kriminalität. Es wird nur vornehmer ausgedrückt, in Wirklichkeit laufen da genauso die inhaltlichen Sauereien ab.“ Keine kleine Sache, redet er doch immerhin von der Landes-Hypothekenbank, an der das Land Steiermark 25 Prozent hält, und deren Töchtern. "Wir haben uns schon ein Sittenbild machen können, wie es dort zugegangen ist“, sagt Wlasak: Dennoch helfe das dem einzelnen, der schließlich vor dem Kadi steht, nicht.

Nach einem Jahr endete der steirische Hypo-Prozess mit einer Verurteilung für den Angeklagten Peter S., 65, den früheren Geschäftsführer der Leasing-"Enkeltochter“-Firmen der Hypo: acht Jahre wegen Veruntreuung, der Schaden betrug mindestens


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