Kritiken

Das prekäre Leben einer Generation von Jessicas

Lexikon | Sara Schausberger | aus FALTER 15/11 vom 13.04.2011

Marlene Streeruwitz hat dem Trend der Romaninszenierungen unter die Arme gegriffen und die Stückfassung zu ihrem Roman "Jessica, 30“ selbst geschrieben. In der Inszenierung von Alex.Riener stehen gleich zwei Jessicas auf der Bühne (Anna Morawetz und Stefanie Philipps) - und elf Frauen, die Ausdruck einer ganzen Jessica-Generation sind, die in prekären Verhältnissen lebt, auf der Prater-Hauptallee joggen geht, um das Schoko-Eis der vergangenen Nacht wegzutrainieren und durch die Affäre mit einem Politiker in einen Politskandal gerät. Leider lenken die vielen Frauen, die sich im Kollektiv bewegen und im Chor sprechen, sowie die vielen Kostümwechsel vom dichten monologischen Text ab, der auf der Bühne durchaus allein bestehen könnte, um von einer ganzen Generation zu erzählen.

Theater Drachengasse, Bar&Co, Fr, Sa 20.00


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