Buch der Stunde

Wie kriegt man die Stadt aus dem Städter?

Lexikon | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 15/11 vom 13.04.2011

Wie wir damals auf dem Bauernhof geheiratet haben, und der Alois am Tag darauf fast den Hund erschossen hat, weil er was gegen die Stadtmenschen hat und das Glück überhaupt: Früher hätte man gesagt, der Titel von Kerstin Höckels Buch sei "kultverdächtig“. Er repräsentiert auf jeden Fall gut, wie das Hirn und die Schreibe der deutschen Autorin und Filmemacherin funktionieren - hochtourig. Luft geholt wird nur, wenn es unbedingt sein muss. Klingt anstrengend? Hat aber auch eine enorme Sogwirkung, dieser schnoddrige Erlebnisbericht, der sich durchaus die Bezeichnung Roman erlauben hätte dürfen.

Aber der Reihe nach. Der Bauernhof im Titel ist ein ziemlich verfallener Hof auf einem Berg in einem unwirtlichen Winkel des Schwarzwalds. Wenn man dem Buch Glauben schenkt - und die Handlung verläuft so absurd, dass man es gerne tut -, dann stießen die Ich-Erzählerin und ihr Comiczeichner-Freund Franz (gerne auch Franzl Franz genannt) zufällig auf das Bauwerk, als sie sich auf dem Weg


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