Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 15/11 vom 13.04.2011

Der Kühlschrank der Dark Star sieht aus, als würde er noch in der Feng-Shui-Ecke stehen (befüllungs- und kompostationstechnisch betrachtet); der Schreibtisch von der Ortner schaut aus, als wäre sie nie dagewesen, der von der Horacek, als wäre sie nie weggewesen, der von mir, als wäre er in einen redaktionsinternen Sperrmüllplatz umgewidmet worden. Spring can really hang you up the most. Jetzt, was kann man dagegen tun? Man kann zum Beispiel zwei Zentiliter Martini rosso auf vier Zentiliter kanadischen Whisky leeren und ein Paar Spritzer Angostura bitter und eine Cocktailkirsche reintun. Oder man kann in irgendeinen innerstädtischen Nobelitaliener gehen und die Insassen wahllos mit einem feuchten Boxhandschuh plombieren - und sich sicher sein, dass es schon nicht die Falschen treffen wird. Wer vollkommen antriebslos ist, kann natürlich auch ein Gemüsekisterl bestellen, es vor der Wohnung stehenlassen und warten, bis sich die entsprechenden Viecher einfinden.

Man kann es aber auch proaktiv angehen wie der Gepp-Sepp. Der Mann, dem die Sportwissenschaft den Ausdruck der "Geppression“ verdankt, hat sich eine Trainingsfibel und einen im Windkanal getesteten, teflonbeschichteten Aschenbecher aus Fiberglas gekauft und hat trainiert. Gepp wird den an einer Frühjahrsdepression laborierenden Ex-Kapitän der Laufgemeinschaft Bleiwüste als Startläufer ersetzen. Diese würde, spuckt Gepp große Töne, beim Wien-Marathon ihre Bestleistung vom letzten Jahr noch überbieten, sprich unter 3:54:13 bleiben. Das muss dann wohl alles die Tóth-Babsi wuppen: Sie macht die Sprintdistanz.


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