Auf der ewigen Suche nach der großen Weltformel

Politik | aus FALTER 15/11 vom 13.04.2011

Ian Morris zeigt in seiner ausladenden Universalgeschichte, dass demnächst die Chinesen herrschen. Oder auch nicht

Rezension: Robert Misik

Wenn Historiker einen großen Wurf mit weitausholender Perspektive landen wollen, dann schreiben sie eine "Universalgeschichte“ - etwa von den ersten Zivilisationen bis zur Neuzeit. Unter diesen Ehrgeizigen ist Ian Morris der Ehrgeizigste: Mehr an Universalgeschichte, als jene, die der britische Archäologe und Historiker jetzt vorgelegt hat, geht überhaupt nicht mehr.

"Wer regiert die Welt?“ heißt das Buch, und natürlich widmet es sich nicht "der Geschichte“ im Allgemeinen, sondern einer spezifischen Frage: Warum haben manche Zivilisationen die Nase vorn, warum sind andere rückständig und werden beherrscht? Freilich, ob China demnächst die USA überholt, ob Asien die Zukunft gehört, der Westen aber langsam abwirtschaftet, wird heute schon auf jeder zweiten Politologentagung diskutiert.

Morris blickt auf die Geschichte, um ein Muster zu finden,


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