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Medien | aus FALTER 15/11 vom 13.04.2011

Protest für Manning Seit neun Monaten sitzt der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning in Einzelhaft. Tagsüber wird er alle fünf Minuten kontrolliert. Nachts darf er nur einen Kittel tragen und wird jedes Mal geweckt, wenn sein Gesicht nicht zu sehen ist. 250 amerikanische Verfassungsexperten demonstrieren nun in einem offenen Brief an die New York Review of Books gegen diese Behandlung. Unter den Unterzeichnern befindet sich auch Laurence Tribe, Obamas Jus-Professor in Harvard.

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Tage streikten die griechischen Journalisten letzte Woche, von Donnerstag bis Montagabend. Tageszeitungen, Fernsehen, Nachrichtenwebseiten blieben aus.

(In)transparente Inserate Ein neues Gesetz soll offenlegen und nachvollziehbar machen, wie viele Inserate öffentliche Stellen in welchen Medien schalten. Der Rechnungshof allerdings übt Kritik am derzeitigen Entwurf. Die Prüfer vermissen Sanktionen, falls die vorgesehene verpflichtende Meldung ans Kanzleramt ausbleibt. Außerdem sollen auch Firmen im Gemeindebesitz der Meldepflicht unterliegen.

(Un)verkäufliche Artikel Ein interessantes Experiment führt derzeit Sebastian Heiser durch, Redakteur der taz: Als PR-Mann getarnt, fragt er bei Anzeigenabteilungen deutscher Medien nach, ob zum Inserat auch das "geeignete Umfeld“, also die Zeitungsgeschichte, erstanden werden könne - natürlich ohne Kennzeichnung. Der Test läuft noch, erste Ergebnisse zeigen aber beunruhigend viel Entgegenkommen der Medien - vor allem von Frankfurter Rundschau, Neues Deutschland und Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Positive Gegenbeispiele waren Bild und Handelsblatt.


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