"Er hat mir sogar eine Summe angeboten, damit das Gespräch nicht erscheint“

Medien | aus FALTER 15/11 vom 13.04.2011

Auszüge aus einem Gespräch, das Klaus Nüchtern im Sommer 2009 in München mit André Müller führte.

… über ein Interview für den Falter:

" Über Aufträge bin ich an sich froh, denn die Anbahnung von Interviews ist quälend, weil man da so lügen muss.

Wieso?

Weil man sagen muss, wie wahnsinnig man sich auf diese Begegnung freut. Was ja nicht stimmt. Während des Gesprächs ist das dann aber kein Problem mehr, weil ich den Gesprächspartner auf mein Niveau hebe.“

… das Autorisieren von Interviews:

" Auf keinen Fall. In den angelsächsischen Ländern ist das auch völlig unüblich. Mit Rushdie oder auch Houellebecq gab’s da überhaupt keine Probleme. Ich habe immer dagegen gekämpft, und mit Syberberg ging das dann auch in einen Briefwechsel über, in dem ich dann schrieb: "Schreiben Sie Ihr Interview doch selber!“ Es gab auch eine große Katastrophe mit Gerhard Richter, um den ich irrsinnig lange geworben habe und der dann meinte, er müsse ein Jahr lang an dem Interview


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