Der Kinodirektorsbub aus Klein-Paris setzt auf Keaton

Feuilleton | aus FALTER 15/11 vom 13.04.2011

Die Viennale hat dem Pianisten Alfred Brendel freie Hand gegeben, sein ganz persönliche Filmfestival zu kuratieren

Vorschau: Michael Omasta

Ursprünglich, erinnerte sich Buster Keaton, hätte er für "Steamboat Bill Jr.“, sein 1928 gedrehtes, letztes Meisterwerk, eine Flut gewollt. Geht nicht, ließ ihn die PR-Abteilung wissen, das sei zu grauenhaft, um die Leute zum Lachen zu bringen. Keaton und das Studio einigten sich schließlich auf einen Wirbelsturm.

Weshalb umstürzende Hauswände und vorübersegelnde Automobile lustiger sein sollen als majestätisch in den Fluten versinkende Kirchtürme oder Blasmusikkapellen, denen das Wasser bis zum Halse steigt, bleibe dahingestellt. Tatsache ist, dass Grauen und Gelächter oft nahe beieinanderliegen - und je knapper einer der Katastrophe entkommt, desto witziger.

Die kurzen Filme von Buster Keaton und Charlie Chaplin, schreibt Alfred Brendel, gehörten zu den ersten Filmen, die er als Kind daheim auf 8-mm-Kopien und kleiner Leinwand sah. So ist


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