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Feuilleton | aus FALTER 15/11 vom 13.04.2011

Es ist nie zu spät für die Liebe: Die schottische Band Belle and Sebastian kommt erstmals nach Wien

Hommage: Wolfgang Kralicek

Belle and Sebastian betraten die Popwelt auf Zehenspitzen. "The State That I Am In“, der erste Song auf dem ersten Album der schottischen Band, beginnt so leise und so nackt, dass einem das Zuhören beinahe peinlich ist. Aus dem Nichts erklingt, zunächst nur zaghaft von einer akustischen Gitarre begleitet, die drängende Stimme eines jungen Mannes.

Er singt: "Überraschenderweise war ich 1975 einen Tag lang glücklich / Verwirrenderweise musste ich 1995 den ganzen Tag lang an einen Traum denken / Mein Bruder hatte sich als schwul geoutet / Das nahm eine Zeitlang den Druck von mir.“

In diesen ersten vier Versen ist schon vieles enthalten, was diese Band so besonders macht. Der Mischung aus verträumtem Poesiealbum und explizit sexuellen Fantasien etwa wird man in den Texten von Belle and Sebastian immer wieder begegnen; und oft sind jene Songs die brutalsten,


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