7 Sachen die Sie über das Hawelka eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 15/11 vom 13.04.2011

Seit wann gibt es das Café Hawelka?

Leopold Hawelka hat, gemeinsam mit seiner Frau Josefine, das Kaffeehaus in der Dorotheergasse 1939 eröffnet.

1939 - wie alt ist denn der Herr Hawelka?

Er feiert diese Woche seinen 100. Geburtstag (weshalb wir diese Rubrik auch seinem Lebenswerk widmen).

Und er ist immer noch im Dienst?

Tatsächlich schaut Leopold Hawelka fast täglich noch in seinem Café als "Tageschef“ vorbei. Er sitzt dann meist gleich beim Eingang links und begrüßt die Gäste. Manchmal muss er auch Autogramme geben oder das Licht ausschalten. Zum Jubiläum gibt’s ein spezielles Häferl.

Der Mann ist wohl eine Berühmtheit?

Das kann man wohl sagen. Aber noch berühmter ist das Kaffeehaus selbst. In den 60er-Jahren war das Hawelka Künstlertreff der Avantgarde.

Ein Künstlertreff? Namen, bitte!

Gerne: Oskar Werner, Helmut Qualtinger, H.C. Artmann, Konrad Bayer, Gerhard Rühm, Friedensreich Hundertwasser. Mitte der 70er kam dann Georg Danzer und machte das Lokal mit "Jö schau“ (a Nackerter im Hawelka) bekannt. Heute ist das Café vor allem bei Touristen sehr beliebt.

Also nichts für Einheimische?

Überraschenderweise doch. Man muss halt einfach hingehen. Allerdings stapeln die Hawelkas - Leopolds Enkel Amir und Michael führen das Familienunternehmen in dritter Generation - ihre Gäste gerne. Doch als Kaffeehaus funktioniert das Hawelka wirklich gut. Und es ist seit über 70 Jahren nahezu unverändert.

Was muss man unbedingt machen?

Buchteln essen. Früher bereitete sie Josefine Hawelka (1913-2005) als "Abendchefin“ eigenhändig zu. Die Buchteln werden einzeln abgerechnet - wer gleich einen ganzen Teller davon aufisst, zahlt eine Menge.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige