Fußball 

Huub Stevens und Peter Pacult - kein Vergleich

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 15/11 vom 13.04.2011

Wolfgang Kralicek weint dem grantigen Rapid-Trainer eine Träne nach

Binnen vier Tagen wurden die beiden großen Zwiderwurz’n der Liga gefeuert: Huub Stevens von Red Bull Salzburg und Peter Pacult von Rapid. Beide hatten öffentlich schon länger offensiv bad vibes verbreitet; beide haben vereinsintern noch ihre Muskeln spielen lassen, ehe sie selbst gehen mussten. Bei Salzburg wurde Co-Trainer Eddy Achterberg nach einem Streit mit Stevens entlassen; bei Rapid hatte der vom Geplänkel mit Pacult zermürbte Sportdirektor Alfred Hörtnagl erst kürzlich das Handtuch geworfen. Der entscheidende Unterschied: Stevens gewann zwar - glanzlos - die Meisterschaft, war mit seinem sturen Defensivfußball aber immer im falschen Film. Pacult hingegen holte einen sensationellen Titel und baute nebenbei einen Stürmer nach dem anderen auf - um dann zusehen zu müssen, wie er um gutes Geld verkauft wird. Kein Wunder, dass der Mann bitter wurde. Stevens weint keiner eine Träne nach, Pacult mindestens einer. Mir wird er jedenfalls fehlen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige