Hundert Jahre Zeitausgleich

Befindlichkeitskolumne

Steiermark | aus FALTER 15/11 vom 13.04.2011

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Wobei es zugegebenermaßen Werbeflächen gibt, die billiger und beweglicher sind. Zum Beispiel der "Flitzer des ersten Grazer Hundeservice“, riesige Leinwände vor dem Rathaus oder diverse Klotüren in Grazer Lokalen. Besonders aber die Eingangstüren der Lokale, denn vor ihnen stehen viele Raucher und unterhalten sich die ganze Nacht darüber, dass sie eigentlich froh sind, dass sie jetzt nicht drinnen sind, wo es ja auch viel zu laut ist. Türen sind überhaupt unterschätzt, besonders: grüne Türen. Nicht umsonst gilt "Behind the Green Door“ als ewiger Klassiker, und es gibt in der Grazer Innenstadt eine Reihe von grünen Türen, hinter denen sich jeweils Familien oder Alleinstehende befinden und die meistens zu sind. Wenn sie aber aufgehen, dann kommen in letzter Zeit verstärkt Flitzer aus ihnen raus. Schon drei in diesem kurzen Frühling, und es dauert meistens über zehn Minuten, bis Ordnungshüter mit grünen Decken kommen, sie über den Flitzer werfen und den Betreffenden ins Auto setzen, das ebenfalls mit Türen versehen ist, die zentral verriegelt sind. Andere weniger sympathische Erscheinungen sind Lifttüren, die nur mit Schlüsseln aufgehen, Türen, die außen keine Klinken haben, Straßenbahntüren, die bitte freizumachen sind, weil sonst nicht weitergefahren wird, und Kühlschranktüren, auf denen Zettel kleben, wo unangenehme Erledigungen draufstehen.


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