Seinesgleichen geschieht

Spindelegger. Nachdenken über einen österreichischen politischen Neubeginn

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 16/11 vom 20.04.2011

Josef Pröll ist nicht mehr Parteiobmann der ÖVP. Bei ihm möchte ich mich post festum für einen leichtfertigen Zweizeiler entschuldigen, der mir letzte Woche ins Blatt rutschte; es hätte nicht erst des Pröllschen Rücktritts bedurft, um zu erkennen, dass sich dieser Witz als unpassend erweist. Asche auf mein Haupt.

Michael Spindelegger löst Josef Pröll als Parteiobmann der ÖVP ab. Das Positive zuerst: Erwin Pröll hat dem Neuen freie Hand bei der Personalauswahl gegeben! Zur Lage eine bezeichnende Anekdote aus höheren ÖVP-Kreisen: Erwin Pröll hatte, ehe Josefs Krankheit den Anlass für den Rücktritt bot, dessen Demontage längst betrieben. Grund: Erwin will Bundespräsident werden, und, wie die letzte Wahl zeigte, sind zwei Prölls einer zu viel. Deshalb fand er sich mit Spindelegger ab, deshalb desavouierte und blockierte er seinen eigenen Neffen nach Kräften.

Shakespeare in St. Pölten. Selbst wenn diese Anekdote nichts als Blödsinn wäre, zeigt doch die Tatsache, dass sie


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