Der Bauer als Freund der Milliardäre

Falter & Meinung | Bilanz: Markus Marterbauer | aus FALTER 16/11 vom 20.04.2011

Die Finanzpolitik von Josef Pröll war von erstaunlichem Pragmatismus, aber auch von Kleingeisterei geprägt

Die Zeit von Josef Pröll als Finanzminister stand im Bann der tiefen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise.

Als er am 2. Dezember 2008 das Amt übernahm, befand sich die Wirtschaft in einer schweren Rezession, die heimischen Banken standen aufgrund ihres starken Engagements im "goldenen Osten“ dem Abgrund recht nahe. Parlament und Vorgängerregierung hatten Stabilisierungsmaßnahmen in Form des Sozialpakets, das im Ergebnis das EU-weit erste Konjunkturpaket darstellte, eingeleitet und staatliches Partizipationskapital für die Banken bereitgestellt.

Pröll setzte weitere Schritte durch die Steuerreform 2009 und zwei Konjunkturpakete. Positiv daran war vor allem das Signal des antizyklischen, keynesianischen Gegensteuerns, das die Handlungsbereitschaft der Wirtschaftspolitik demonstrierte und so die Erwartungen von Unternehmen und Konsumenten stabilisierte.

Damit konnte ein Vorsichtssparen


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