Der Wille zum geknickten Gang


Analyse: Barbara Tóth
Politik | aus FALTER 16/11 vom 20.04.2011

Die ÖVP unter Michael Spindelegger liegt darnieder. Bürgerliche in Stockholm und Prag zeigen, wie es aufwärts geht

Es war die letzte Parteisitzung, die Josef Pröll zu leiten hatte. Donnerstag vor einer Woche rief der scheidende Parteichef noch einmal die Spitzen seiner Partei zum Bundesparteivorstand in das ÖVP-Stammhaus in die Wiener Lichtenfelsgasse. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hatte am Rande in kleiner Runde ausgesprochen, was sich viele dachten. "Diese Partei ist wie eine gefährliche Maschine, wenn sie dich am Hemdsärmel erwischt, sie zieht dich hinein und da hast keine Chance mehr.“

Der neue Parteichef Michael Spindelegger zeigte sich bei seinem ersten Presseauftritt knapp eine Stunde später gleich als vorsichtiger Maschinist. Ja, auch er wolle die ÖVP erneuern. Ja, auch er denke an eine grundsätzliche Reform mit neuen Themen, die "die Menschen da draußen“ erreichen. Aber jetzt wolle er erst einmal durchs Land fahren, die Chefs der Länderparteien und der

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