Ein Unbequemer spürt die "Wucht der Staatsgewalt“

Politik | Bericht: Florian Klenk | aus FALTER 16/11 vom 20.04.2011

Die Justiz geht mit voller Härte und dünnen Beweisen gegen den obersten Korruptionsermittler des Finanzministers vor

Vergangenen Freitag verschickte Gerhard Levy ein E-Mail an seine Mitarbeiter. "Die Wucht der Staatsgewalt“ sei über ihn hereingebrochen, klagte er gegenüber seinen Kollegen. Die Staatsanwaltschaft habe sein Büro und seine Wohnung durchsucht, sie verdächtige ihn des Amtsmissbrauchs. Das Mail endet mit den Zeilen: "Ich habe nichts Unrechtes getan, ihr habt euch nicht in mir getäuscht.“

Der Fall des Gerhard Levy, der sein Mail "im Sinne der von mir gepredigten Transparenz“ schrieb, verwundert die Community der österreichischen Korruptionsermittler. Denn Levy ist nicht nur oberster Korruptionsermittler des Finanzministeriums, er hätte dieser Tage auch zum Chef der Finanzpolizei ernannt werden sollen.

Levy, der 20 Jahre als Steuerfahnder arbeitete, ist eine schillernde Figur. Der Mann mit dem Dreitagesbart und den spitzen weißen Lederstiefeln gilt als ungewöhnlicher,


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