Gib mir Beton!

Feuilleton | Feature: Nicole Scheyerer | aus FALTER 16/11 vom 20.04.2011

Stoffbahnen und Sprinklergaze: Heimo Zobernig denkt über die Voraussetzung von Kunstwahrnehmung nach

Die Schilder, die derzeit im großen Saal des Essl Museums stehen, bieten Gruß, Aufklärung und Ermahnung zugleich: "Werte Besucherinnen und Besucher! Willkommen in der Ausstellung von Heimo Zobernig“, leitet der Infotext ein und erklärt, dass es sich beim Rauminventar um einen "künstlerischen Kontext“ handle. Mit anderen Worten: Pfoten weg!

Offenbar halten nicht wenige Ausstellungsbesucher die vorhandene Bühne samt Sitzreihen oder einen raumgreifenden Vorhang für ganz gewöhnliches Mobiliar. Wieder einmal hat Heimo Zobernig sein Schaffen zwischen Gebrauchs- und Kunstgegenstand angesiedelt.

Gemeinhin reicht heute der Museumskontext, um etwas mit der Aura der Unberührbarkeit aufzuladen. Aber weil Zobernigs Pseudo-Readymades mit dem Banalen und Unscheinbaren flirten, weil er die Sakralität des Museumsraums unterläuft, kann es leicht zu Distanzverlust kommen.

Apropos Sakralraum: Der


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